Ist das Kunst oder kann das weg?!

You Klasse 8 im Von-der-Heydt-Museum

Wie und vor allem warum aus Plastikresten und anderem Müll Kunst entstehen kann, mit diesen Fragen beschäftigte sich die 8. Klasse im Rahmen des Kunstunterrichts und Plastikfastens in der letzten Woche bei einem Besuch des Von der Heydt-Museums.

Zum Auftakt gab es eine kurze, aber sehr aufschlussreiche Einführung in das bedeutende Werk des in Wuppertal ansässigen britischen Künstlers Tony Cragg. Zwei seiner Skulpturen flankieren den Eingang des Museums, und die SchülerInnen staunten nicht schlecht, als sie erfuhren (und bei eingehender Betrachtung sogar selbst darauf kamen!), inwieweit bereits in diesen Werken kulturelle Alltagsgeschichte und „Zivilisationsmüll“ thematisiert werden. Noch mehr erfuhren sie über diesen Zusammenhang in der Auseinandersetzung mit Craggs „blauer Flasche“, einem Mosaik aus Kunststoffmüll, das im Aufgang zur ersten Etage des Museums zu bewundern ist sowie mit Radierungen des Künstlers. Hier wurden die SchülerInnen aufgefordert, Formen abzuzeichnen, die sie besonders interessant und ansprechend fanden, um davon inspiriert in einem anschließenden Workshop selbst produktiv zu werden: Mit allen erdenklichen Materialien wurde der auf ein großes Plakat gezeichnete Körperumriss eines Mitschülers „ausgefüllt“ bzw. künstlerisch gestaltet.

Die Schüler und Schülerinnnen waren sichtlich interessiert und fasziniert, hatten nicht nur viele Fragen, sondern beeindruckten auch mit eigenen Beobachtungen! Im Workshop machten sie außerdem die Erfahrung: „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“.